Langsames WLAN nervt – besonders wenn mehrere Personen gleichzeitig streamen, zocken oder im Homeoffice arbeiten. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich die WLAN-Geschwindigkeit mit ein paar gezielten Maßnahmen deutlich verbessern, ohne dass neue Hardware nötig ist.
Router-Standort und Kanal optimieren
Der häufigste Grund für schlechtes WLAN ist ein ungünstig platzierter Router. Viele Österreicher stellen ihn in einen Schrank oder in die Ecke des Flurs – das kostet ordentlich Reichweite und Geschwindigkeit.
- Router zentral und erhöht aufstellen: Je mehr Wände und Decken das Signal durchdringen muss, desto mehr Leistung geht verloren. Ein zentraler Platz im Wohnbereich ist ideal.
- Abstand zu Störquellen halten: Mikrowellen, schnurlose Telefone und Babyphones funken auf ähnlichen Frequenzen wie WLAN und können das Signal erheblich stören.
- WLAN-Kanal manuell wählen: In dicht besiedelten Gebieten – etwa in Wiener Mehrparteienhäusern – überlappen sich viele Netzwerke. Mit einer App wie WiFi Analyzer lässt sich der am wenigsten belegte Kanal ermitteln und im Router manuell einstellen.
- 5-GHz-Band nutzen: Moderne Router senden auf 2,4 GHz und 5 GHz. Das 5-GHz-Band ist schneller und weniger überlastet – ideal für Geräte in Routernähe.
Router-Einstellungen und Firmware aktuell halten
Viele Nutzer richten den Router einmal ein und vergessen ihn danach jahrelang. Dabei verstecken sich in den Einstellungen oft große Optimierungspotenziale.
- Firmware regelmäßig aktualisieren: Hersteller veröffentlichen Updates, die nicht nur Sicherheitslücken schließen, sondern auch die WLAN-Leistung verbessern.
- QoS (Quality of Service) aktivieren: Mit dieser Funktion lässt sich festlegen, welche Geräte oder Anwendungen bevorzugt Bandbreite erhalten – etwa das Notebook im Homeoffice.
- Unbekannte Geräte aus dem Netzwerk entfernen: Prüft regelmäßig, welche Geräte mit eurem WLAN verbunden sind. Fremde Nutzer bremsen eure Verbindung aus.
- Router gelegentlich neu starten: Ein Neustart alle paar Wochen kann den temporären Speicher leeren und die Performance spürbar verbessern.
Reichweite gezielt erweitern
Reichen die bisherigen Maßnahmen nicht aus, gibt es Hardware-Lösungen, die auch größere Wohnungen oder Häuser zuverlässig versorgen.
- WLAN-Repeater oder Mesh-System einsetzen: Ein Repeater verstärkt das vorhandene Signal, während ein Mesh-System mehrere Zugangspunkte nahtlos verbindet – ideal für Einfamilienhäuser.
- Powerline-Adapter als Alternative: Wer keine Netzwerkkabel verlegen möchte, kann das Stromnetz als Übertragungsweg nutzen. Die Geschwindigkeit ist oft stabiler als per Repeater.
- LAN-Kabel für stationäre Geräte: Smart-TV, Desktop-PC oder Spielkonsole direkt per Kabel verbinden – das entlastet das WLAN und sorgt für maximale Stabilität.
Mit diesen zehn Maßnahmen holt ihr deutlich mehr aus eurem bestehenden Internet heraus. Wer danach noch unsicher ist, ob die gebuchte Geschwindigkeit tatsächlich ankommt, kann das ganz einfach mit einem WLAN-Speedtest auf internetgeschwindigkeit.net überprüfen – kostenlos und ohne Installation.